Hühnerstall Einrichtung

Hühnerstall Einrichtung

Wenn du schon einen Hühnerstall gebaut hast, bzw. einen Hühnerstall besitzt, ist es damit allein nicht getan. Natürlich benötigen deine Hühner auch eine gewisse Einrichtung für ihren Stall.

Für eine artgerechte Hühnerhaltung sind ein paar Dinge nötig, die folgenden Tipps sollten umgesetzt werden:

  • Kotgrube
  • Sitzstangen
  • Legenester
  • Trink- und Futterbehälter
  • Scharrplätze
  • Sandbad

Kotgrube

Durch eine Kotgrube muss das Einstreu im Stall deutlich seltener gewechselt werden. Du sparst dadurch zudem einiges an Geld und Zeit ein. Die Parasiten und Bakterien werden im Bereich der Kotgrube eingedämmt. Eine Kotgrube ist mit wenigen Handgriffen hergestellt, du bespannst einfach an die obere Seite eines Holzrechtecks mit Draht, die Kotgrube sollte den gesamten Bereich unter den Sitzstangen abdecken.

Sitzstangen

Da Hühner in der freien Natur in Büschen oder auf Ästen schlafen, sind die Sitzstangen ein wichtiger Ersatz für deren Ruhe- und Schlafplätze. Der Instinkt der Hühner sorgt dafür, dass sich die Tiere stets in höheren Lagen niederlassen, so schützen sich die Tiere vor Fressfeinden.

Wie vorab bereits erwähnt sollten die Sitzstangen immer oberhalb der Kotgruben angelegt werden, Hühner koten nämlich auch während des Schlafens. Weiterer Vorteil dieser Positionierung ist, dass du nur diese Stellen reinigen musst und das Einstreu im restlichen Stall relativ sauber bleibt, so können sich Krankheitserreger nur bedingt vermehren.

Die Sitzstangen für die Hühner sollten nicht rund sein, sondern lieber eine rechteckige Form besitzen. Die Kanten solltest du ein wenig abrunden, als grobe Richtung für die Sitzstangen kann du dich nach den folgenden Angaben richten: 4 bis 6 cm breit, 20 bis 25 cm lang, zwischen den Sitzstangen bitte etwa 40 cm Abstand, die Sitzstangen müssen alle in der gleichen Höhe angebracht werden, ansonsten kann es zu Machtkämpfen kommen, denn in der Natur sitzt immer das Tier mit der meisten Macht am höchsten.

Auslauf

Zu einem guten Hühnerstall gehört natürlich auch ein großer „Auslauf“. Dieser ist ebenso wichtig wie der Stall, denn die Hühner brauchen täglich Auslauf und Platz zum Scharren. Damit nicht der ganze Garten von den Hühnern zerstört wird, solltest du den Außenbereich der Hühner unbedingt einzäunen.

Das perfekte Hühnernest

Damit die Hühner sich wohlfühlen und möglichst viele Eier legen, solltest du darauf achten, dass die Nester möglichst „gemütlich“ von dir zurecht gemacht werden.

Zu Beginn mag eine einfache Holzkiste, die du mit Heu auspolsterst, genügen. Auf Dauer jedoch kannst du die Nester schöner zurecht machen. Im Handel gibt es Gipseier, diese kannst du in das Nest legen, so schnallen die Hühner schneller, dass es sich um ein Nest und einen Platz zum Eierlegen handelt.

Das Nest sollte möglich an einem erhöhtem Standort platziert werden, dies vermittelt den Hühnern mehr Sicherheit. Etwas Dunkelheit kommt den Hühnern auch sehr entgegen, so fühlen sich die Mädels deutlich geborgener. Auf 4 Hühner kommt in der Regel ein Nest, hast du allerdings nur 5 Hühner so biete diesen lieber 2 Nester an.

Mitunter kommt es vor, dass manche Hennen damit anfangen, Eier zu fressen. In diesem Fall sind Heunester nicht die beste Wahl. Frisst die Henne ein Ei, so werden alle bereits vorhandenen Eier beschmutzt und sehen dadurch nicht mehr besonders schmackhaft aus. Eine Reinigung der gelegten Eier wird dann fällig. Zudem musst du in dieser Situation das Nest besonders häufig reinigen und neues Nistmaterial hinzufügen. Die Maße eines Nests legst du bitte mit einer Größe von 35 x 35 x 35 cm an.

Die sogenannten „Europanester“ sind eine deutlich bessere Wahl. Hierbei handelt es sich um Nester mit einer Mechanik, die das Nest verschließt, wenn eine Henne hineingegangen ist. So werden Konflikte und Kämpfe vermieden, die dadurch entstehen, wenn eine zweite Henne in das Nest gelangen möchte. In der Mitte des Nests ist ein Loch eingebracht, durch dieses rollt das gelegte Ei sofort nach dem Legen in eine Schublade, die einen Drahtboden besitzt. So bleiben die Eier heil. Eifressende Hennen haben somit keine Chance mehr, gelegte Eier zu zerstören.

Für den Bau der Nester benötigst du die folgenden Materialien und Werkzeuge:

  • Holzplatten oder Holzlatten
  • Schrauben
  • Nägel
  • Metalwinkel
  • Schleifpapier
  • Maßband
  • Bleistift
  • Hammer
  • Säge
  • Akkuschrauber oder Schraubenzieher

Mit diesen Materialien kannst du schnell ein Nest zusammenbauen. Schneide einfach die Platten für den Boden, das Dach und die Seitenteil zu. Das Nest bleibt an einer Seite offen, so dass die Henne das Nest einfach betreten kann. An der offenen Seite befestigst du unten eine kleine Holzleiste, damit die Eier nicht heraus kullern können. Dies ist die leichteste Variante ein Nest selber zu bauen.

Im Winter solltest du im Stall für ausreichend Beleuchtung sorgen. Die Beleuchtungsdauer muss etwa 14 bis 16 Stunden pro Tag betragen. Du kannst in deinem Hühnerstall einen Futterautomaten integrieren. Dies hat den Vorteil, dass die Hühner täglichen zur selben Zeit ihre Portion Futter erhalten und du dich nicht nach diesen Zeiten richten musst.

Im Internet gibt es eine ganze Reihe an Bauanleitungen und Berichte darüber, wie du einen Hühnerstall bauen kannst, wenn du dir etwas Zeit nimmst und diese anschaust, vergleichst und jeweils die besten Tipps herausfilterst bist du auf dem besten Weg, einen perfekten Stall bauen zu können. Die Auswahl ist groß und die Möglichkeiten scheinbar grenzenlos – von einem schlicht und einfachen Hühnerstall, bis hin zu einem Stall, der beispielsweise kombiniert mit einer Voliere ist, ist scheinbar alles möglich.

Der Spaß bei dem Bau eines Hühnerstalls kommt garantiert nicht zu kurz und du kannst den Stall, nachdem du alles zusammen geschraubt hast, noch in einer oder mehreren Farben deiner Wahl verschönern. Wer sagt, dass ein Stall immer trist und langweilig aussehen muss?

Wenn du aber nicht erst Stunden mit suchen, lesen und Zeit verbrauchen möchtest, so kann ich dir nach wie vor den Videokurs von David ans Herz legen.

 

Was es zu bedenken gibt

Wenn du den Hühnerstall selber entwerfen und bauen möchtest, unterschätze bitte nicht die dafür nötige Zeit, denn der Zeitaufwand ist sehr groß. Doch dafür ist die Qualität besser.
Ohne ein paar handwerkliche Grundkenntnisse und Fähigkeiten solltest du dir gründlich überlegen, ob der Eigenbau etwas für dich ist.

 

Hühnerwellness

Zu dem selbstgebauten Hühnerstall kannst du für die Hühner noch ein sogenanntes Sandbad einrichten. Ein Sandbad ist für die Hühner das, was für uns eine Badewanne ist. Ein Sandbad hilft den Hühnern dabei, ihre Hygiene aufrecht zu erhalten.

Eine Hühnerleiter kannst du, wenn du es besonders gut mit den Hühnern meinst, auch noch bauen. Hühner lieben es, etwas erhöht zu sitzen und eine Leiter erleichtert den Hühnern den Zugang zu den höher gelegenen Nestern und Sitzstangen. Die Sprossen der Hühnerleiter sollten einen Abstand zwischen 10 und 15 cm besitzen, so können die Hühner problemlos über die Leiter nach oben steigen.

Du siehst zum Hühnerstall zählen viele Dinge, doch wenn du all die Tipps beherzigst, wirst du glückliche Hühner in einer artgerechten Haltung dein Eigen nennen können.

Ein kleiner Hühnerbestand mit 4 Hennen sollte natürlich mit einem Hahn ergänzt werden! 100 bis 200 Quadratmeter Fläche für den Auslauf der Hühner sind perfekt. Eine intakte Grasnarbe und gleichmäßige Rasenfläche sind ein Indiz für eine ausreichend große Außenfläche.

 

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